Sonntag, 4. Mai 2014

Mein Bremen von A bis Z

Ich hab vor kurzem von der Blogparade gelesen und fand die Idee echt spannend. Also hab ich mich hingesetzt und einfach mal aufgeschrieben was mir zu den einzelnen Buchstaben so einfällt. Das war teilweise gar nicht so leicht, aber andererseits auch mal wieder ganz spannend über meine Heimatstadt und mein Leben darin nachzudenken.


A wie Amadeus - hier gibt es den besten Sonntagsbruch der Stadt. Leider wissen das viele andere auch, denn ohne Reservierung bekommt man hier am Sonntagmorgen so gut wie nie einen Tisch.

B wie Breminale - meine Lieblingsveranstaltung in Bremen. Viele Leute strömen zu dieser Zeit zum Osterdeich und genießen hier Musik, ein kühles Getränk und die beste Falafel der Welt.

C wie Capribar - eine der Kneipen im so genannten Bermudadreieck. Hier ist mit Sicherheit jeder Bremer in seinem Leben schon einmal versackt. Obendrein war die Capribar früher einmal ein Bordell. Die goldfarbenen Lustgrotte ist noch ein Relikt aus dieser Zeit. Trotz dieser leicht anrüchigen Vergangenheit ist die Capribar eine sehr beliebte Studentenkneipe und auch mein Freund und ich sind bei unserem ersten Date hier gelandet.

D wie Domsheide - wer in die Innenstadt fährt, kommt eigentlich unweigerlich zur Domsheide. Neben dem Hauptbahnhof  ist die Domsheide der Umsteigeplatz schlechthin. Aus diesem Grund sieht man hier auch durchschnittlich viel mehr gehetzte Menschen über die Straße rennen als im restlichen Teil von Bremen.

E wie das Eck - als "Eck" bezeichnet der Bremer die Sielwallkreuzung. Hier ist quasi der Dreh- und Angelpunkt des Bremer Viertels mit zahlreichen Kneipen, Dönerläden, Clubs und Drogendealern. Und nach Werder-Heimspielen wird hier gerne mal illegal Fußball auf der Kreuzung gespielt.

F wie Findorff Markt - der schönste Wochenmarkt in Bremen. Als ich noch in Walle gewohnt habe, war ich fast jedes Wochenende hier einkaufen. Irgendwie schade, dass der Weg dorthin nun so weit für mich ist.

G wie Gesche Gottfried - ja man mag es kaum glauben, aber auch Bremen hat eine dunkle Vergangenheit. Gesche Gottfried war eine Bremer Massenmörderin, die zwischen 1813 und 1827 15 Menschen mit Mäusebutter vergiftet hat. Sie war die Letzte, die öffentlich in Bremen hingerichtet wurde.

H wie Hallenbad Süd - der alte Name des heutigen Südbads in der Neustadt. Hier habe ich damals meinen Freischwimmer gemacht.

I wie Ischa Freimarkt - eins der ältesten Volksfeste in Deutschland und das größte in Norddeutschland. Auch wenn mich die Menschenmassen manchmal nerven gehört ein Besuch doch irgendwie zum Pflichtprogramm.

J wie Joggen - absolut nicht meine Sportart, aber in Bremen durchaus sehr beliebt: egal ob im Bürgerpark, an der Weser, um den Werdersee oder quer durch die Stadt beim swb-Marathon.

K wie Kohlfahrt - ein typischer Bremer Brauch. Ich persönlich mag keinen Grünkohl, aber die Kohltouren sind immer ein großer Spaß und es gibt ja immer noch die Chance auf ein Auswahlessen.

L wie Lankenauer Höft - an dem äußersten Zipfel des Weseruferparks liegt das Restaurant Lankenauer Höft mit direktem Blick auf die Weser. Als ich noch ein Kind war gab es hier einmal im Jahr an einem Wochenende die "Hafentage" mit jeder Menge Fressbuden und der Möglichkeit die im Hafen liegenden Schiffe zu besichtigen.

M wie Minigolf - eine beliebte Aktivität im Bürgerpark. In der Überseestadt gibt es seit einigen Jahren den Schwarzlichthof. Hier kann man unabhängig vom Wetter Minigolf im Dunkeln spielen. Bisher habe ich es noch nicht geschafft, aber ein Besuch dort ist auf jeden Fall geplant.

N wie Neustadt -was soll ich sagen? In diesem Stadtteil habe ich mein Abitur gemacht, Theaterstücke in der Bremer Shakespeare Company gesehen, im Falstaff und im Modernes die Nächte durchgetanzt und abends am Werdersee mit Freunden am Lagerfeuer gesessen. Meine Teeniezeit ist schon eng mit der Neustadt verbunden.

O wie Osterdeich - wenn wir Lust auf einen Spaziergang haben oder bei schönem Wetter noch einmal vor die Tür wollen, dann gehen wir eigentlich immer zum Osterdeich. Mit einer Pizza oder einem Rollo von Taco und ein paar Bierchen bewaffnet kann man hier den Tag wunderbar ausklingen lassen.

P wie Peterswerder - meine Nachbarschaft sowie Heimat des Weserstadions. Hier geht es etwas ruhiger zu als im benachbarten Viertel, es sei denn Werder liefert mal wieder ein Heimspiel ab. Dann sind die Straßen und Kneipen voll mit Fußballfans und die Stimmung auf der Straße ist (zumindest vor dem Anpfiff) ziemlich ausgelassen.

Q wie Quiznight - mein Montagstermin im Hegarty's. Hier kämpfen wir jeden Montag ab 20:30h um Punkte, Ruhm und Ehre.

R wie Rablinghausen - hier liegen meine Wurzeln. Meine Oma ist hier bereits aufgewachsen und ich ging auf die gleiche Grundschule wie schon damals meine Mutter. Rablinghausen hat keinen Durchgangsverkehr und hat daher einen dörflichen Charakter, aber trotzdem ist man mit dem Bus in 15 Minuten in der Innenstadt.

S wie Schauburg - mein Lieblingskino in Bremen, auch wenn ich es viel zu selten schaffe mal ins Kino zu gehen. Im Gegensatz zu den großen Multiplex Kinos herrscht hier nämlich noch richtig gemütlicheKino-Atmosphäre.

T wie Tower - hier habe ich früher so manche Nacht durchgetanzt. Die Musik war damals ganz nach meinem Geschmack, auch wenn sie sich Woche für Woche ziemlich genau wiederholte. Der Tower ist im Vergleich zum Modernes, Stubu oder Aladin ziemlich klein, aber genau das fand ich gerade schön. Auch heute finde ich die Inneneinrichtung im Tower mit den ganzen Steinmauern immer noch am besten.

U wie Universum - die naturwissenschaftlichen Studiengänge der Bremer Uni haben einen hervorragenden Ruf. Kein Wunder also, dass mit dem Universum eine interaktive Wissenschaftsausstellung direkt neben der Universität angesiedelt wurde. Hier hat man als Besucher die Möglichkeit alle möglichen Dinge selbst auszuprobieren.

V wie Viertel - der umgangssprachliche Name für die beiden Stadtteile Ostertor und Steintor. Das Viertel ist das Vergnügungviertel mit vielen Bars, Kneipen, Restaurants und Geschäften. Für mich der tollste Stadtteil von Bremen.

W wie Werder Bremen - diesem Verein gilt unsere ganze Fan-Liebe. Wenn die Nationalmannschaft spielt fiebern wir noch lange nicht so mit wie bei unseren Grün-Weißen. Auch wenn in den letzten Jahren nicht mehr dieser wunderbare Hurra-Fußball im Weserstadion zu sehen war, fiebern wir doch trotzdem Woche für Woche in unserer Fußballkneipe mit. Wir sind halt lebenslang grün-weiß!

X wie Xbox - ok, die hat mit Bremen mal so gar nichts zu tun! Aber in meinem Bremen gibt es halt nicht viel, das mit "X" anfängt und die Xbox steht zumindest in unserem Wohnzimmer. Ich habe mich ja anfangs dagegen gewehrt, dass in unserem Wohnzimmer eine Spielkonsole angeschlossen wird und die PS2  konnte ich auch noch erfolgreich abwehren, aber die Xbox hat es dann doch klammheimlich geschafft an mir vorbei zu kommen. Wir haben uns ziemlich schnell aneinander gewöhnt und die Koexistenz läuft dann doch ganz harmonisch zwischen uns ;-)

Y wie Y - auch so ein Buchstabe der es mir echt schwer macht. Mit der Yorkstrasse in der Neustadt verbindet mich nichts und der Bremer Yacht Club e.V. wartet immer noch vergebens auf meine Anmeldung. Yoga finde ich nun auch nicht so spannend- ich mag halt lieber Pilates. Daher geht es nun weiter zum 

Z wie Zoo am Meer - ok, der befindet sich nicht wirklich in Bremen sondern in Bremerhaven, aber dadurch immerhin im Bundesland Bremen. Mein letzter Besuch liegt auch schon wieder einige Jahre zurück, aber dieses Jahr will ich auf jeden Fall mal wieder hin und das kleine Eisbären-Baby Lale ansehen.

Kommentare:

  1. Cool Birte, eine tolle Liste ist das!

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  2. Hach die Breminale! Schade, dass ich dieses Jahr (wie auch im letzten) nicht dabei sein kann. Und im Tower war ich ewig nicht mehr! Bist du noch ab und an dort feiern?

    Liebe Grüße
    Hanna

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    1. Leider nicht, aber ich war zuletzt zu Konzerten im Tower. Besser als nichts ;-)

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